Geodätische Koordinatensysteme
Die Lage eines Punktes auf einer Fläche lässt sich durch ein Zahlenpaar, Koordinaten
genannt, festlegen. Die Koordinaten sind jeweils bezogen auf ein Ellipsoid,
eine Kugel oder eine Ebene, d. h. auf die für Lagemessungen definierten
Ersatzflächen der Erdoberfläche. Ihre zahlenmäßigen Werte werden entweder als
zwei Winkel oder zwei metrische Längenmaße oder gemischt als ein Winkel
und ein Längenmaß angegeben. Will man die Erdoberfläche in eine Ebene
abbilden, so müssen die ellipsoidischen bzw. sphärischen Koordinaten in
ebene Koordinaten umgeformt werden. Bei dieser geodätischen Abbildung
beschränkt man sich, im Gegensatz zur kartographischen Abbildung,
auf kleine Teile der Erdoberfläche, damit die prinzipiell nicht vermeidbaren
Abbildungsverzerrungen in Grenzen bleiben und weitestgehende Ähnlichkeit zwischen
Örtlichkeit und Abbildung erreicht wird. Das in Deutschland gebräuchlichste
Abbildungssystem, das Gauß-Krüger Koordinatensystem, wird in Kapitel 1.1.3
vorgestellt.
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